Hurrikan Matthews

Die Schreckensbilder nach dem Hurrikan Matthew der im Süden von Haiti wütete ging um die Welt.

Zerstoerte Kathedrale von Port au PrinceEinhergehend mit dieser Katastrophe sind unzähligen Spendenaufrufe und angekündigte grosse Hilfsaktionen – aber die Menschen in vielen Orten warten bis Heute vergebens ! 

Kennen Sie den Spruch „was geht ab ?“..... das fragt man sich in Haiti wirklich und zu recht.

Denn bereits nach dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 wo eine riesige weltweite Solidaritätswelle ausgelöst wurde, begann das Elend das man nur noch mit Frevel am Volk Haiti betiteln kann. Millionen und Milliarden wurden damals gesammelt, und der versprochene Wiederaufbau und all die gross angekündigten Projekte mussten Fakten weichen, wo mit Spendengeldern nicht Opfern geholfen wurde, sondern sich Organisationen, Stiftungen und Personen sich auf Kosten dieser Betroffenen bereicherten und wer vorher schon hatte, hatte danach noch mehr, wer vorher nichts hatte, der hatte danach auch nichts. Viele versprochene Projekte wurden niemals realisiert, Es wurden gar mit Stiftungsgeldern ( Spenden ! ) Hotel gebaut und dergleichen mehr.

Eine dieser traurig populär gewordenen Stiftungen ist die Clinton Stiftung ( Bericht Clinton Stiftung ) welche aus Profitgier wohl den Deckmantel Hilfe in Haiti benutzt, Andere wiederum bauten Häuser aus Sperrholz auf, welche sich innert kürzester Zeit selbst auflösten – wohl gerade so lange hielten, wie es notwendig war um Effekt heischende Fotos zu erstellen.

Clinton Stiftung verschwendet Spendengelder für HotelbautenMan kann es als widerliches Geschäft mit der Armut und dem Elend bezeichnen was da abging. Es gibt die grossen Ausnahmen, welche wir später auch sehr gerne kurz ansprechen – doch die Elite in Haiti welche nicht mehr als 10 % der Bevölkerung ausmacht, wurde in dieser Zeit ebenso reicher, wie einige dieser ach so ehrlichen Stiftungen und Organisationen. Die restliche Bevölkerung blieb arm und ohne Perspektiven.

Nein im Gegenteil, die Mietpreise in Haiti explodierten erneut – Hilfsorganisationen zahlten völlig utopische Mietpreise für Ihre Angestellten und Büros, fuhren die besten Wagen und schauten so, dass das Geld unters Volk kam das man gespendet erhielt – unter das eigene Volk. Mietpreise für Wohnungen von 2000 Dollar im Monat und Büros von 5000 Dollar im Monat waren da gerade mal gut genug. Andere logierten in Hotels welche ebenfalls Preise präsentierten, welche nie zu der vorhandenen Infrastruktur passten. 120 Dollar pro Nacht und einiges mehr – Spendengelder, da kann man ja !

Unglaublich was hier geboten wurde – und dies hat nun seine traurige Nachgeschichte bei Hurrikan Matthew ! Denn die Leute schaudert es, was erneut geschah in diesem gebeutelten Land, nur helfen, da will man nicht mehr. Wen wundert es, nach dem, was man bis Heute seit dem Januar 2010 in diesem Land feststellen musste.

Les Cayes nach Hurrikan MatthewDoch das Volk in Haiti braucht Hilfe ! Und dies dringend.

Wie ist die Lage zur Zeit im Süden von Haiti ?

Wir haben selbst vor Ort recherchiert und benutzen hier zudem die Zahlen und Daten von UNICEF, Ärzte ohne Grenzen und weiteren welche vor Ort aktiv sind und uns berichtet haben. Und wir reden hier nicht von weit weg, meine Familie, viele Freunde und Bekannte leben in Haiti und einige davon in Les Cayes, Port-Salut, Jacmel wo wir so direkt Informationen erhielten.

Die Lage im Süden von Haiti Anfang November 2016

Hier zuerst eine Karte wo man sieht, von welcher Region wir hier berichten :

Region Sud - Haiti

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allgemein ist diese Region als Haiti Sud bekannt, genauer umfasst es die Departemente

Grand `Anse mit dem Hauptort Jeremie,

Sud mit dem Hauptort Les Cayes

Nippes mit dem Hauptort Miragoâne

Sud-Est mit Jacmel

und Teile im Süden von Ouest mit dem Hauptort Port-au-Prince

Auch gut nachzusehen auf der Departements - Karte von Wikipedia

Les Cayes nach dem Durchzug von Hurrikan Matthew Anfang Oktober 2016Ende Oktober – also nach gut drei Wochen nach dem Hurrikan Matthew dort gewütet hat, sind immer noch viele Orte von der Umwelt abgeschnitten und haben bis zum heutigen Tag keine Hilfe erhalten. Die Menschen dort können die Ortschaften nicht verlassen und werden immer noch nicht erreicht. Davon berichtet zum Beispiel Ärzte ohne Grenzen im neusten Bericht. ( Hier )

Sie waren teilweise mit Helikoptern dort um wenigstens Erste Hilfe zu leisten, lesen Sie bitte diesen Bericht dieser Organisation, welche seit Jahren in Haiti sehr vieles leistet und auch den Friedensnobelpreis erhielt. Eine bemerkenswerte Organisation welche in vielen Ländern im Einsatz steht und unter schwersten Bedingungen wirklichen Einsatz leistet.

Besonder die kInder sind von den Folgen von Matthew betroffenNebst dem das viele Orte noch abgeschnitten sind nach Wochen, fehlt es auch in solchen die man bereits erreichen kann, dringend an Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und davon sind laut UNICEF über 600 000 Kinder betroffen ! 800 000 Menschen sind laut UNICEF dringend auf sofortige Nahrungsmittelhilfe angewiesen – die Menschen stehen vor dem Verhungern !

Ein weiterer Ausschnitt aus der UNICEF Auflistung: „Bis zu 80 Prozent der Krankenhäuser und Gesundheitszentren in Grand'Anse haben ihre Dächer verloren; sieben dieser Einrichtungen im Süden könnten nicht mehr arbeiten, so UNICEF. Mehr als 700 Schulen seien von der Naturkatastrophe getroffen worden. 86 Schulen seien zu Notunterkünften umfunktioniert worden, so dass 150.000 Kinder keinen Unterricht mehr besuchen könnten.“

Port Salut nach Hurrikan MatthewNun wir waren selbst in Port-Salut und in Les Cayes nach dem Hurrikan und nun, drei Wochen später, haben diese Leute kaum Nahrung, welche auch um ein vielfaches teurer wurde. Aber man hat kein Geld um diese zu kaufen, wenn überhaupt vorhanden. Die Reparatur von den „Häusern“ geht kaum voran. Es fehlen die Finanzen und die Baustoffe. Tausende sind immer noch obdachlos und Familien, Frauen und Kinder schlafen draussen, haben kein Dach mehr und finden kaum Nahrung und Trinkwasser.

Die Hygiene ist verheerend und die Cholera breitete sich extrem schnell wieder aus, welche von den UN Soldaten in Haiti eingeschleppt wurde und bis zu der Einschleppung nicht existierte auf dieser Insel. Täglich werden Verdachtsfälle auf Cholera gemeldet – ärztliche Versorgung kaum vorhanden.

Die Menschen scheinen sich selbst überlassen. Von den proklamierten Hilfen sieht man in einigen Regionen gar nichts. In anderen Regionen nur sehr wenig und trifft ein Schiff oder einer LKW Ladung mit Hilfsgütern ein, so kommt es zu traurigen Bildern der Verzweiflung.

Verzweifelte Menschen hoffen auf HilfeAm vergangenen Dienstag versuchte eine Menschenmenge ein Schiff mit Hilfsgütern aus Puerto Rico zu plündern – getrieben aus Hunger und Verzweiflung. Die Polizei erschoss bei diesem Zwischenfall ein Teenager ........

Die Empörung vom Volk, die Verzweiflung wieder im Stich gelassen zu werden und die nackte Überlebensangst sind eine grauenhafte Belastung und das Schreckenszenario nimmt kein Ende. Der Übergangspräsident Jocelerme Privert möchte nun – nach Wochen !!! zumindest versuchen die Bevölkerung etwas zu beruhigen und versprach eine sofortige Landwirtschaftliche Hilfsmassnahme.

“Nach Auffassung des Landwirtschaftsministeriums müssen wir in diesem Monat die Winterkampagne beginnen und wir werden 2 Milliarden Gourdes (mehr als 27 Millionen EUR) zur Verfügung stellen, um eine landesweite Hungersnot als Folge der mangelnden humanitären Hilfe zu vermeiden”, sagte Privert am Freitag.

Port Salut nach dem Durchzug von Hurrikan MatthewWie das geschehen soll und wird, das wurde allerdings noch nicht erwähnt, denn bislang glänzte die Regierung in Haiti, welche zur Zeit nur provisorisch eingesetzt ist, die Wahlen des neuen Präsidenten sollen am 20. November stattfinden, noch nie wenn es um wirkliche Unterstützung vom eigenen Volk ging. Denn den erwähnten 10 % Elite in Haiti geht es ja gut. Ganz nach dem Motto nach mir die Sinflut wird dort kaum etwas für das Volk wirklich getan und von Aufbau und Entwicklung kann nicht wirklich die Rede sein in den letzten Jahren. Versuche dies zu ändern werden von einem Parlament im Keim erstickt, welche Ihre Machtpositionen und ihre finanziellen Privilegien in erster Linie sichern, nicht das Wohl vom Volk.

Haiti ist ein Tummelplatz für Intrigen, Korruption, Machtspiele und zwielichtige Organisationen und Stiftungen geworden, ganz zum Schaden am Volk. Auch zum grossen Schaden an den Organisationen welche wirklich etwas, im kleinen und grossen Rahmen tun, aber es wirklich tun. Denn das Vertrauen wurde nicht nur am Volk längst gebrochen, auch die Spender haben kein Vertrauen mehr und darum fehlt es überall an notwendigen, dringend notwendigen Geldmitteln um wider all diesen Umständen aktiv werden zu können oder zu bleiben.

Dass die UNO auch vor Massenvergewaltigungen nun warnt, ist nicht neu. Nach dem Erdbeben im Januar 2010 kam es zu vermehrten Vergewaltigungen an Frauen ! Die Zahl der Schwangerschaften stieg damals um das dreifache an in Folge dieser Vergewaltigungen ! Lesen Sie selbst : Der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) hat vor Massenvergewaltigungen auf Haiti nach dem verheerenden Hurrikan „Matthew“ gewarnt, wie „The Independent“ am Mittwoch schreibt. Mehr: Artikel 

Die Menschen in Hait brauchen dringend HilfeKurzfassung von all dem und unseren eigenen Eindrücken vor Ort :

DIE MENSCHEN IN HAITI BRAUCHT DRINGEND WIRKLICHG HILFE es ist unbeschreiblich und grauenhaft.

Bitte helfen Sie dort wo Ihre Hilfe sichtbar, transparent und nachvollziehbar ankommt ! Spenden Sie nicht an irgendwelche Organisationen welche für den eigenen „Apparat“ schon Unsummen verbrauchen und bei den Opfern den wirklich Bedürftigen nichts oder fast nichts mehr ankommt.

Aerzte Ohne Grenzen

Haiti Nothilfe

NPH - Hilfe Für Waisenkinder

 

 Hispaniola.News unterstützen

 


flugreisen02 ani

kreuzfahrten09 ani

drive01 ani

 

Booking.com
Zum Seitenanfang