Dominikanische Republik - Nuklearlagerstaette Sierra PrietaSierra Prieta - Obwohl die Dominikanische Republik ein relativ geringes Volumen an radioaktivem Abfall erzeugt, hat sie ihre gefahrlose und sichere Behandlung priorisiert.

Radioaktive Quellen werden in Bereichen wie Medizin, Industrie und Bergbau eingesetzt. Sobald sie ihren Zweck erfüllt haben, müssen diese so genannten stillgelegten Quellen risikofrei und sicher gelagert oder entsorgt werden, da sie Gefahren für die öffentliche Sicherheit, die Umwelt und die nationale Sicherheit darstellen können.

Der Schutz der Öffentlichkeit und die Gewährleistung, dass radioaktive Stoffe nicht in die Hände von Kriminellen fallen, seien eine Priorität für die Regierung, erklärte die Vize-Ministerin für Energie und Bergwerke María de los Ángeles Peña. Jede im Land identifizierte radioaktive Substanz werde gekennzeichnet, klassifiziert und aufbereitet in eine im Jahre 2010 in Sierra Prieta außerhalb der Hauptstadt Santo Domingo gebaute, zentrale Anlage transportiert und gelagert.

Sierra Prieta - Lagerstätte für radioaktive Abfälle in der Dominikanischen RepublikDie Zeit, in der diese Quellen in dieser sicheren und gesicherten Lagerstätte aufbewahrt werden müssen, kann je nach ihrem Aktivitätsniveau und dem Zeitraum, in dem sie radioaktiv bleiben, von einigen Jahren bis zu 50 Jahren reichen. Alle radioaktiven Quellen, die nicht mehr nutzbar sind, enden in dieser Lagereinrichtung", so Ángeles Peña. Dies soll nicht nur die nukleare Sicherheit gewährleisten, sondern auch die nuklearen Sicherheitsmaßnahmen, die man sehr ernst nehme."

Die Anlage ist stark geschützt durch Zäune und Wachen und darüber hinaus ständig mit Kameras überwacht. Eine bewaffnete Militärwache ist rund um die Uhr anwesend. Die Anlage ist mit Strahlungsdetektoren der IAEA ausgestattet und ein Team von professionellen Mitarbeitern, die im Rahmen der technischen Kooperationsprojekte der IAEA geschult wurden, ist für den Betrieb, die Instandhaltung und die regelmäßige Inspektion des Lagers verantwortlich.

Rund 170 dieser Quellen aus Anwendungen in Krankenhäusern und Industrie sowie so genannte Orphan-Quellen (verlorengegangene und wiedergefundene radioaktive Quellen), entdeckt in der Schrottindustrie, haben in der Anlage ein endgültiges Lager gefunden. Einige sind hochqualitative Quellen, dh sie emittieren hohe Strahlung, wie sie in der Strahlentherapie zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Andere sind Niedrigaktivitätsquellen, wie jene, die für Industrie- und Forschungsanwendungen verwendet werden.

"Strahlentherapie kann in der Krebsbehandlung wunderbare Dinge erreichen", erklärt Luis Morilla, der für den Betrieb dieser Lagerstätte verantwortliche Ingenieur am Beispiel der Brachytherapie, mit deren Hilfe man Gebärmutterhalskrebs sehr gut behandeln kann. Aber nach einer Weile sind diese Quellen nicht mehr nutzbar und die Krankenhäuser müssen sie entsorgen. Niemand will sie behalten; Niemand will etwas mit diesen Abfällen zu tun haben.

Sierra Prieta - Lagerstätte für radioaktive Abfälle in der Dominikanischen RepublikAndere ausgediente Quellen kommen aus Bergbau, Landwirtschaft und Bau. Gold-Verarbeiter verwenden zum Beispiel Radiotracer - chemische Verbindungen, die Radioisotope enthalten, die Strahlung aussenden um Strömungsmuster zu studieren. Da die Dominikanische Republik die größten Goldminen in Lateinamerika und der Karibik hat, kommen viele Quellen aus dieser Branche.

Die Arbeit der Mitarbeiter in dieser Anlage geht aber über die Lagerung der stillgelegten Ressourcen hinaus, so Morilla. Der Schlüssel hierbei sei, dass man ein Netzwerk von Fachleuten im ganzen Land und über mehrere Disziplinen habe, um das Wissen über die Bedeutung des gefahrlosen und sicheren Umgangs mit radioaktivem Material zu verbreiten. Im Jahr 2013 hat die Nationale Energiekommission ein Netzwerk für den sicheren Transport von radioaktiven Materialien eingerichtet. So treffen sich Fachleute aus allen relevanten Disziplinen regelmäßig zum Informationsaustausch.

Das Netzwerk verbindet Regierungsbeamte, Polizei- und Zollbeamte, Notfallbereitschafts- und Krisenreaktionspersonal, Nuklearbehörden, Verkehrsbeamte und Hafen- und Flughafenpersonal. Ihr Ziel ist es, alle relevanten Beteiligten auf einen Notfall vorzubereiten. Im Rahmen dieses Netzwerks koordiniert die Nationale Energiekommission auch Ausbildungskurse für nukleare Sicherheit und Sicherheitsüberwachung und organisiert Notfallvorsorge- und Reaktionsprogramme.

Sierra Prieta - Lagerstätte für radioaktive Abfälle in der Dominikanischen RepublikDie Idee ist, die Sicherheitsnormen und Sicherheitsleitlinien der IAEA auf alle Bereiche anzuwenden, in denen radioaktive Quellen im ganzen Land genutzt werden, auch schon vor der Entsorgung, betot Ángeles Peña. In den vergangenen zwei Jahren wurden über IAEA-Expertenmissionen- und Stipendien mehr als 30 Experten in den Bereichen Nukleartechnik, Sicherheit und Sicherheitsmaßnahmen ausgebildet.

Im Einklang mit der nationalen Strategie für radioaktive Abfälle erwarten die dominikanischen Behörden nicht, dass in Zukunft große Mengen solcher radioaktiver Abfälle zu lagern sind. Die erste Priorität sei es, radioaktive Quellen an jene  zurück zu geben, die sie zur Verfügung gestellt haben, erklärt Morilla. Einige dieser Quellen können jedoch nicht rückgeführt werden, weil es sich beispielsweise um historische oder gespendete Quellen handle, um diese sicher und für die Bevölkerung gefahrlos zu lagern sei Lagerstätte in Sierra Prieta errichtet worden.

Quelle: IAEA -International Atomic Energy Agency

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