Grenze Haiti Dominikanische RepublikDie UN Truppen der Stabilisierungsmission in Haiti ( Minustah ) verlassen Ihr Einsatzgebiet. Das löst im Nachbarstaat, der Dominikanischen Republik Besorgnis aus.
 
 
Der Weggang der UN Stabilisierungsmission in Haiti führte umgehend zu einer Verstärkung der Grenztruppen der Dominikanischen Republik, um jede Situation zu bewältigen, die von der benachbarten Nation erzeugt werden könnte, wie es in einer Information hiess.
 
Verteidigungsminister Generalleutnant Rubén Darío Paulino Sem bestätigte gestern, dass rund 800 neue Soldaten in die Grenztruppe aufgenommen wurden, um die Grenzregion zu Haiti zu schützen und allen Eventualitäten vorzubeugen. Niemand könne wissen, wie sich die Lage in Haiti entwickeln werde und man befürchte erhöhte Versuche von Personen, die sich in die Dominikanische Republik absetzen wollen.
 

Grenzsituation - immer wieder versuchen sich Haiti in die benachbarte Dominikanische Republik abzustezenSeit Juli hat sich die Polizei in Haiti und in der Dominikanischen Republik darauf verständigt, das man sogenannte Verbindungsbeamte in beiden Ländern rekrutiert, um den Informationsaustausch zur Bekämpfung der Kriminalität zu erleichtern. Diese Entscheidung wurde bei einem Treffen, an dem der Leiter der Polizeitruppe der Minustah, Georges-Pierre Monchotte noch vor seinem Abschied noch teilnahm, getroffen.

Am vergangenen Sonntag wurde die offizielle Sicherheitsmission der UNO beendet und die Blauhelme haben Haiti verlassen. Bereits ab Montag wurde jedoch eine neue Mission vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen initiiert. Dies ist die Mission zur Unterstützung der Justiz in Haiti (Minujusth), bestehend aus 7 Polizeieinheiten mit insgesamt 295 Beamten, die für einen ersten Zeitraum von 6 Monaten vorgesehen sind. Das Ziel besteht darin, die Institutionen und das Justizsystem zu stärken und die haitianische Polizei bei der Verteidigung der Menschenrechte zu unterstützen.

Haiti, mit fast 11 Millionen Einwohnern, hat in den letzten Monaten eine Polizeitruppe von 15.000 Agenten aufgebaut und arbeitet an der Bildung einer neuen Streitkraft, die zunächst 500 Rekruten haben wird.

Grenzregion Haiti Dominikanische RepublikBeobachtung und Prävention

Das Verlassen der UNO Truppen kommt für die Dominikanische Republik laut dem Experten für Einwanderungsfragen, Juan Manuel Rosario, zu früh. Die interne Stabilität von Haiti sei geschwächt und die Kontrolle seitens Haiti nicht wirklich gewährleistet. Im Interesse der Sicherheit der Dominikanischen Republik habe man darum unverzüglich die Truppen entlang der Grenze verstärkt.

Die beinahe mit Anarchie zu bezeichnende frühere Situation in welcher sich Haiti befand, benötige eine interne Stabilisierung in Regierung und Kontrollorganen. Diese sei aber noch nicht wirklich garantiert.

Andere wiederum bezeichnen diese Massnahme als Provokation. Nicht der Rückzug der UNO Truppen sei Grund zur Besorgnis, der wahre Grund zur Besorgnis sei die falsche Politik und Aufwiegelung in einigen Sozialen Klassen der Dominikanischen Republik.

Man vergesse immer wieder, welch wichtiger Handelspartner Haiti sei und dass man in vielen Bereichen immer besser zusammen arbeite und ignoriere seitens dieser Lobby alle positiven Entwicklungen oder wolle diese unterbinden.

Dieser Zwiespalt in der Beurteilung der Lage zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik ist geschichtsträchtig und tief verwurzelt.

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