rinconstrandWer kennt die wundervollen Bilder nicht, von schon traumhaft zu nennenden Hotelanlagen im Osten der Dominikanischen Republik ? Jährlich ziehen diese teilweise wirklich prächtigen Touristenhochburgen ja Millionen Urlauber an. Der Osten der Dominikanischen Republik – ein Paradies für Urlauber die wunderschöne Strände, herrliche Hotelanlagen suchen und dies meist mit einem All-inklusive Angebot das kaum Wünsche offen lässt.

Natürlich haben diese meist grossflächigen Hotelanlagen wenig mit der Kultur, der Lebensweise und der ursprünglichen Dominikanischen Republik zu tun. Ein enorm wichtige Einnahmequelle welche schon ganze Landstriche verschlungen hat und immer mehr weitere Landesteile in Touristenenklaven verwandelt wo die Natur nie mehr so sein wird wie Sie einmal war.

Playa Rincon

Ein neues Tourismusprojekt soll nun im Nordosten des Landes einem, bislang zu den schönsten der Welt gezählten, Stränden für immer in eine weitere solche Urlauberanlage verwandeln. Ein Traumstrand in einer ebenso traumhaft schönen Umgebung soll überbaut werden. Das schnelle Geld ruft, Nach uns die Sintflut .... Hektarweise wird schönste Landschaften geopfert – Individualität genau so wie Lebensraum für Mensch und Tier verbaut.

Die Playa Rincon zählte nicht nur für viele Insider (noch ) zu den schönsten Stränden der Dominikanischen Republik, dieser wurde auch von verschiedenen weltweiten Organisationen mehrfach ausgezeichnet. Auch Einheimische schätzen besonders an Feiertagen diesen malerischen Strand und an speziellen Feiertagen fand man kaum noch einen Platz im bunten Treiben der vielen Familien die hier einen richtigen Strandtag mit mitgebrachten Speisen und Getränken genossen. Viele buchbare Exkursionen boten die Playa Rincon als Attraktion an. Alles schon bald vorbei und Geschichte ?

playa rincon

 Die Abrisa Gruppe mit Hauptsitz in Santo Domingo ist über die Landesgrenzen hinaus in der Karibik eine bekannte und renommierte Investorengruppe mit vielen bekannten Projekten. Diese will nun an dem erwähnten Strand und der eigentlich mehr als schützenswerten Umgebung ein neues Projekt realisieren.

Auf einer Fläche von sage und schreibe rund 900 Hektaren, 9 Millionen Quadratmetern sollen 7 neue Hotels mit insgesamt 4572 Zimmern, ein 18 Loch Golfplatzanlage und eine Residentenanlage mit 1350 Wohnungen von ein bis 4 Zimmern und zusätzlichen 439 Luxusvillen erstellt werden. Selbstredend mit dazugehöriger Infrastruktur wie Restaurants, Shops, Verschiedenen Bürokomplexen so wie Wasser- und Stromversorgungsanlagen und vielem weiterem mehr.

Insgesamt wird eine Länge von 2450 Metern – also knapp 2.5 Kilometer direkt am Stand benötigt, etwas ins Landesinnere zurück versetzt erstreckt sich die gesamte Anlage noch um ein vielfaches mehr.

anlaga rincon

Mit diesem Projekt wird eine der schönsten Gegenden in der Region Samana wohl endgültig zur Geschichte und wieder unwiderbringbar eine riesige Fläche Natur im Land dem Profit geopfert. Was schlussendlich von der ursprünglichen Dominikanischen Republik übrig bleibt bei diesem „Fortschritt“, welcher sicher Einnahmen und Arbeitsplätze regeneriert und auch ohne Frage wieder eine weiteres Vorzeigeprojekt wird, lässt Wehmut aufkommen. Würde man im gleichen Masse im Land auch für Abfall- und Abwasserentsorgung investieren, so wäre dies wenigstens ein kleines Zeichen dass man langfristig auch an die Umwelt denkt. Doch bislang sind Bemühungen in diesem Bereich in der Dominikanischen Republik kaum feststellbar. Fazit – Bald traumhafte Touristenanlagen neben stinkenden Müllhaufen und ..... welche dann den übrig gebliebenen Lebensraum für Einheimische, Tier und Natur darstellt ?

Denn auch dieses ehrgeizige und sicherlich interessante Projekt deutet darauf hin, dass Profitdenken jegliche Bedenken an Umwelt und Natur nicht einmal zweitrangig sind. Langfristiger Erhalt von Natur, wichtigen Umweltressourcen scheinen hier keinen Platz zu haben bei dem Drang den Tourismus noch weiter zu fördern – egal was dies schlussendlich wirklich für das Land heisst. Bald dürften malerische Bilder von der Play Rincon – einem der einst schönsten Strände des Landes in Vergessenheit geraten – wieder ein Stück der ursprünglichen Schönheit des Landes für immer verschwunden.

Quelle dieses Beitrags

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